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05.12.2013

Siebeneich wird zum Vorbild für die Pfalz


Bildunterschrift: Wollen die Energiewende auch über die Landesgrenzen hinweg gestalten: Landrat Dr. Matthias Neth und H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm gemeinsam mit der Delegation aus Rheinland-Pfalz, darunter die drei Landräte Dr. Fritz Brechtel (Landkreis Germersheim), Clemens Körner (Rhein-Pfalz-Kreis) und Hans-Ulrich Ihlenfeld (Landkreis Bad Dürkheim). Bild: Bioenergie-Region H-O-T.

Siebeneich wird zum Vorbild für die Pfalz

Drei Landräte aus Rheinland-Pfalz besuchen Hohenloher
Energiekommune
| Energiewende endet nicht an Landesgrenze

Hohenlohe-Odenwald-Tauber: Im Bioenergiedorf Siebeneich hieß es am vergangenen Samstag (9.11.2013): Die Pfälzer kommen! Zu einer energiepolitischen Bildungsreise hatte die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) Vertreter aus dem pfälzischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar in die Hohenloher Energiekommune geladen. Dem Ruf gefolgt war eine hochkarätige Besuchergruppe aus Landräten, Bürgermeistern und Energiebeauftragten der Vorder- und der Südpfalz.

Landrat Dr. Matthias Neth begrüßte seine drei pfälzischen Amtskollegen Dr. Fritz Brechtel (Landkreis Germersheim), Clemens Körner (Rhein-Pfalz-Kreis) und Hans-Ulrich Ihlenfeld (Landkreis Bad Dürkheim) im ersten gläsernen Bioenergiedorf Deutschlands. Hier können mittlerweile mehr Menschen mit Strom und Wärme aus regionaler Biomasse versorgt werden, als die Gemeinde überhaupt Einwohner hat. „Die Idee, den Großteil der benötigten Energie auf den eigenen Feldern zu erzeugen, macht in Deutschland Schule. Hier im Hohenlohekreis hat man diese Entwicklung bereits frühzeitig erkannt“ betonte Landrat Dr. Neth, der sich neben Siebeneich noch über zwei weitere Bioenergiedörfer im Hohenlohekreis, Füßbach und Untermaßholderbach freut.

Seit August 2012 arbeitet die Bioenergie-Region H-O-T mit der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) als Zwillingsregion zusammen. Zur MRN gehören auch die Landkreise Germersheim, Rhein-Pfalz und Bad Dürkheim. Für den Fachbereich Energie & Umwelt der MRN war auch Martina Dünzl nach Siebeneich gekommen. „Zusammen wollen wir, auch über die Landesgrenzen hinweg den Menschen die Vorteile der erneuerbaren Energien vermitteln“ unterstrich H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm. Höchste Zeit also, dass sich die neuen Partner einmal selbst ein Bild über das energiereiche Leuchtturmprojekt im Hohenlohekreis verschafften. Zu sehen gab es für die Delegation aus Rheinland-Pfalz im Bioenergiedorf eine ganze Menge. Eine nachhaltige Energieversorgung die sicher, sauber und in den Händen der Bürgerinnen und Bürger liegt, etwas Vergleichbares gibt es in den drei pfälzischen Landkreisen „noch nicht“. Bei der Fahrt mit dem Energieexpress zeigten sich die Gäste besonders vom ganzheitlichen Konzept in Siebeneich beeindruckt.

Für Landrat Dr. Fritz Brechtel ist Klimaschutz und der Einsatz erneuerbarer Energien ein wichtiges strategisches Ziel: „Das Beispiel Siebeneich zeigt, welche besondere Rolle nachhaltige Energien heute für die regionale Land- und Forstwirtschaft spielen können.“ Auch für Landratskollege Hans-Ulrich Ihlenfeld ergeben sich hier Chancen, die nicht verpasst werden dürfen: „Gerade der ländliche Raum muss sich auf die eigenen Stärken besinnen. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe stellt eine ideale Kombination aus lokalem Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung dar.“

Mit den Elementen „Bio“, „Energie“ und „Dorf“ will man in Siebeneich die Besucher begeistern und zeigen wie eine erneuerbare Energiezukunft aussehen kann. Landrat Clemens Körner zeigte sich besonders vom bürgerschaftlichen Engagement in Siebeneich beeindruckt: „Durch den Besuch konnten wir für den Rhein-Pfalz-Kreis viele wichtige Impulse zur Ausschöpfung des Biomassepotenzials, das bei uns  insbesondere in der Verwertung von Gemüseabfällen liegt, gewinnen.“

Zwischen Pfalz und Hohenlohe kann die Energiewende jetzt so richtig Fahrt aufnehmen. Die drei Landräte wollen nun gezielt Städte und Gemeinden ihrer pfälzischen Heimat zur Umstellung auf regenerative Energien motivieren. Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld sprach, auch im Namen seiner beiden mitgereisten Amtskollegen, eine herzliche Einladung zum „Gegenbesuch“ in die Pfalz aus, bei dem sich die Vertreter aus der Bioenergie-Region H-O-T vom dortigen Stand der Energiewende ein Bild machen können.

Bildunterschrift: Wollen die Energiewende auch über die Landesgrenzen hinweg gestalten: Landrat Dr. Matthias Neth und H-O-T Geschäftsführer Sebastian Damm gemeinsam mit der Delegation aus Rheinland-Pfalz, darunter die drei Landräte Dr. Fritz Brechtel (Landkreis Germersheim), Clemens Körner (Rhein-Pfalz-Kreis) und Hans-Ulrich Ihlenfeld (Landkreis Bad Dürkheim). Bild: Bioenergie-Region H-O-T.